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Liebe Kaffeefreunde,

vor drei Monaten habe ich Ihnen unseren ersten Newsletter zugesandt. Wieder ist einiges passiert. Das Wichtigste: wir haben jetzt mit der Ernte begonnen und kommen unserem Ziel, den ersten Direktexport, immer näher. Deshalb möchte ich Sie weiter über die „Asociación de Productores Grano de Oro Miguel Grau“ in Chanchamayo/Peru auf dem Laufenden halten.

Auf unserer Facebookseite Asociación de Productores Grano de Oro Miguel Grau berichte ich weiterhin ca. 14 tägig über die Situation vor Ort in Chanchamayo.

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Außerdem hat Walter Knauers Hompage www.peru-kaffee.de große Fortschritte gemacht, so dass Sie sich heute über das Internet ein gutes Bild über unsere „Asociación de Productores Grano de Oro Miguel Grau“ machen können.

Im Grano de Oro Newsletter 2 berichte ich über folgende Themen:

  • Was ist passiert und wird noch bis zum Export 2014 passieren
  • Wie ist die Situation der Mitglieder der Asociación Grano de Oro heute

Ich hoffe, dass ich Ihnen damit weiterhin einen konkreten Einblick in die Situation und das Leben der Menschen geben kann, die Ihnen und Ihren Kunden den hochwertigen peruanischen Kaffee liefern wollen.

Saludos de Peru

 

Ihr Michael Scherff
Gerente
Asociación de Productores
Grano de Oro
Miguel Grau

Was ist passiert und wird noch bis zum Export 2014 passieren

 Wir haben jetzt, im Juni 2014, unsere Exportlizenz bekommen.
Es gibt einen unterschriebenen Vertrag zwischen Walter Knauer und der Asociación Grano de Oro über den Verkauf von Kaffee der Varietäten Caturra und Catuai.
Mittlerweile hat die Ernte begonnen. Sie hat später angefangen als erwartet, weil es in diesem Jahr sehr viel länger regnet als sonst, was dem „El Ninio Effekt“ (Wetterphänomen mit starken Regenfällen in den Anden) zuzuschreiben ist.

Außerdem sind die Kaffeepflanzen, die den Kaffeerost überstanden haben, noch nicht so ertragreich und vital. Die Ernte ist zwar wieder von hoher Qualität, jedoch wurde bisher weniger als die normale Erntemenge in den geplanten Zeitraum erreicht. Da unser Exportkaffee aber nur einen kleinen Teil der Gesamternte ausmacht, werden wir die vereinbarte Menge an Walter liefern können. Lediglich das Datum für die letzte Lieferung des Pergamino-Kaffee nach La Merced, (wo wir den Kaffee trocknen und so lange lagern, bis wir den gesamten Exportkaffee zusammengetragen haben) wird sich um ca. 10 Tage, auf Ende Juli verschieben.

In den letzten beiden Wochen haben aber die ersten Mitglieder bereits angefangen, den Exportkaffee zu ernten und in unserem Trockenplatz in La Merced abzuliefern. Den ersten Kaffee habe ich selbst mit meinem Auto von Miguel Grau nach La Merced transportiert. Es ist schon ein besonderes Gefühl, wenn sich die Tore zum Trockenplatz öffnen und die ersten Säcke unseres Kaffees auf der sauberen Fläche zum Trocknen ausgebreitet werden.

Fernandez

Von links nach rechts Cesar Montes, Cayetano und Maximo Fernandez lieferten den ersten Kaffee zum trocknen

Hier unten im Tal des Pereneflusses scheint die Sonne sehr intensiv und fast immer. Sie trocknet den Kaffee in drei bis vier Tagen, selbst wenn wie in diesem Jahr, mehr Regen in den Bergen fällt. Am Ende dieses Trockungsprozesses hat man dann den hellen Kaffee in Pergaminoschale in der Hand, der bei jeder Bewegung ein Rascheln erzeugt. Die Pergaminoschalen sind jetzt trocken und etwas zu groß für die gering zusammengeschrumpften grünen Bohnen. Trockenplatz Am Donnerstag, dem 19 Juni, habe ich dann die ersten Proben von acht Mitgliedern eingesammelt und bin wieder zurück nach Lima gefahren, wo die Proben in der nächsten Woche von einer Q-Graderin (offizielle Kaffeetesterin) auf Ihre Exporttauglichkeit getestet werden. Wenn die Exporttauglichkeit den vereinbarten Ansprüchen genügt, werde ich Anfang Juli die ersten Proben an Walter Knauer nach München senden. So haben Sie die Möglichkeit, sich selbst von unserer Kaffee-Qualität zu überzeugen.

Falls Ihnen die Qualität zusagt, würden sich die Mitglieder Asociacion freuen, wenn Sie über Walter Knauer eine Bestellung aufgeben würden.

Uns in Peru bleibt dann noch bis Ende Juli Zeit um die reifen, makellosen Kaffekirschen weiter von Hand zu ernten (selective Picking) und nach hohen Maßstäben aufzubereiten. Danach wird der Kaffee nach Lima transportiert und dort mit Laser-Technik nach Größe, Färbe und Gewicht sortiert und selektiert und zu „grünen“ Kaffee aufbereitet.
Um Fremdgerüche zu vermeiden wird der Kaffee hermetisch verpackt (Grainpro), in Jutesäcke eingenäht und mit unserem markengeschützten Logo (PachaMama) versehen werden. Im August geht es ab aufs Schiff, direkt nach Hamburg, wo der Kaffee dann im September ankommt.

Wie ist die Situation der Mitglieder der Asociación Grano de Oro heute

Das vergangene Jahr 2013 brachte den Fincabesitzern einen drastischen finanziellen Einschnitt. Der Preis pro Quintal (46 Kilo) Pergamino-Kaffee an lokale Aufkäufer lag mit 120$ bei für normalen Kaffee auf niedrigsten Niveau. Der Verkaufspreis ist von 2012 auf 2013 um ca. 10% gesunken. Das bedeutet an sich schon eine schwierige Situation, weil die Herstellungskosten für den Kaffee pro Quintal in beiden Jahren unverändert blieben.
Ein noch viel stärkerer Effekt war, dass die Ernte in 2013 durch den sehr starken Kaffeerostbefall um ca. 40 % geringer als 2012 ausgefallen ist. Die Kosten entstanden aber für die komplette große Anbaufläche von 2012, weil der Einbruch durch den Kaffeerost erst in der Ernte selbst sichtbar wurde und deshalb alle Ausgaben noch für die größere Anbaufläche anfielen.

Junge Pflanzen

Der Kaffee nach dem Kaffeerost die Büsche haben keine Blätter mehr und gehen ein.

Der Ernteausfall um 40 % und zudem 10% weniger Ernteeinnahmen sind zum Teil existenzbedrohend.
Die Fincabesitzer haben im letzten Jahr von der Substanz der letzten Jahre beziehungsweise von Krediten gelebt.

Trotz all dieser finanziellen Schwierigkeiten: Es muss für die Zukunft investiert werden.

Wie vorher erwähnt, sind etwa 40 % der Kaffeesträucher geschädigt und müssen ersetzt werden. Das bedeutet eine zusätzliche Investitionen und weitere Mindereinnahmen in den nächsten zwei Jahren. Hierbei hat der peruanische Staat den meisten Bauern mit einem Teil des Düngers und Pflanzen für je einen Hektar pro Fincabesitzer geholfen. Darüber hinaus haben alle mindestens noch einen Hektar neu mit Kaffee bepflanzt, den sie nun Düngen und von Unkraut befreien müssen ohne Einnahmen zu haben.

Anpflanzen

Edgar Montes setzt neue Kaffeepflanzen ein

Eine kleine Erleichterung hat sich nun durch den gestiegenen Kaffeepreis ergeben, die zwar geringe Ernte dieses Jahres wird höhere Einnahmen bringen. Das ist aber bestenfalls eine Erleichterung

In Summe bedeutet das, dass die Fincabesitzer 2014 von ihrer Substanz leben müssen und zusätzlich Geld investieren, um neue Kaffeesträucher anzupflanzen. Alle Mitglieder der Asociación bauen darauf, dass sich 2015 ihre Situation durch gestiegenen Export an Sie und etwas höherer Produktion schon verbessert. Ab 2016 erwarten sie, dass sich ihre finanzielle Situation grundlegend verbessert, weil dann der neu gepflanzte, qualitativ hochwertige Kaffee anfängt voll zu tragen. Daraus folgt weiter gesteigerter Export an Sie.

Kurzinformation:

Der President der Asiociación Grano de Oro Mauro Vigo hat seine Verarbeitungsanlage mit Fliesen auslegen lassen, eine zusätzliche Investition, um die Qualität seines Kaffees weiter zu verbessern. Fliesen

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit dem zweiten Newsletter weitere interessante Informationen geben konnte.

Durch die umgesetzten Maßnahmen unter dem Jahr und gründlichen Vorbereitung bei der Ernte sowie der sorgfältigen Aufbereitung,  sind die Bauern guter Dinge, dieses Jahr die Qualität des Kaffees zu steigern um einen fairen Preis und zufriedene Kunden in Deutschland zu bekommen.

Wir hoffen, dass Sie die Informationen über uns dazu anregen unseren Kaffee zu probieren und zu kaufen.

Über jede Anregung freue ich mich sehr:agranodeoromg@outlook.com oder über Facebook Asociación de Productores Grano de Oro Miguel Grau.